das gastfreundliche Pakistan

„Was kommt dir in den Sinn, wenn du an Pakistan denkst?“ Diese Frage soll ich zuhause stellen, denn viele Pakistani glauben, dass sie von der Aussenwelt als Terroristen gesehen werden.
Im Gegensatz zu diesem Fremdbild erlebe ich die Pakistani unglaublich gastfreundlich. Es vergeht kein Halbtag, wo ich nicht zu Getraenken, zum Essen oder zu einer Uebernachtung eingeladen werde. Und da ich eine Essenseinladung ablehnte, steckte der Mann mir 200 Rupis (3 CHF) zu, ein groser Geldbetrag, wenn ein Gaertner monatlich 5000 Rupis verdient! Die Menschen zeigen sich interessiert, Fragen nach Namen und Wohnland, Gespraeche handeln ueber Glauben und Religion, den Familinenstatus, obengenanntem Fremdbild und den Auflagen, um ein Schweizervisum zu bekommen.
Seit ich Lahore verlassen habe, verbringe ich viel Zeit mit mich Vorstellen, mit kurzen und laengeren Dialogen und mit Einladungen an- und ablehnen.
Hier im Punjab ist es unglaublich heiss, ich schaetzte die Tagestemperaturen ueber 35 Grad Celsius. Radle frueh los, um die ersten Kilometer in der morgentlichen Kuehle fahren zu koennen. Zum Teil schlafe ich in Hotels, in privaten Wohnungen oder, in Kabirwala vorgekommen, auf der Polizeistation! In dieser Ortschaft wurde mir aufgrund fehlender Hotels geraten, bei der Polizei um Asyl zu fragen. „Kein Problem!“ schnell war ein Raum freigemacht und ein Schnurbett aufgestellt worden – eine Nacht an einem sicheren Ort. Zum ‚Dank‘ bekam ich tags darauf eine persoenliche Polizeieskorte, welche mich die ganze Strecke nach Multan begleitet hat! ‚Warum eine Polizeieskorte?“ „Only for road security“ war die Antwort. Heute Morgen habe ich mich leise und still auf den Weg gemacht, finde ich doch ein hupendes Begleitfahrzueg (Polizeiauto) mit bewaffneten Polizisten nicht gerade eine unauffaellige Begleitung.