Italien erleben

Drei Kilometer bis zur Schweizergrenze, Como ist erreicht. Desto näher ich dem Zuhause bin, desto stärker zieht es mich heim! Gestern bin ich hier pflotschnass angekommen, und da es heute auch noch regnet, mache ich einen ‚Relaxday‘, wohl der Letzte auf dieser Reise.
Internetcafemüde schreibe ich in ein paar Sätzen Erlebnisse aus Italien auf: Auf der Überfahrt von Igoumenitsa nach Ancona darf ich anstelle ‚mit dem Schlafsack auf dem Deck‘ in einer luxeriösen Vierbettkabine nächtigen. In Rimini finde ich fast kein Bett zum Schlafen. Durch die Poebene bläst ein zermürbender Gegenwind. In Ferrara regnet es erstmals seit Nordindien. Im Nebel von Rivalta sul Mincio weist mir ein Mann die autoarme Nebenstrasse nach Brescia, indem er mich zwei Kilometer lang zu Fuss begleitet. Pater Renzo offeriert mir Kost und Logie im wunderschönen Convento dell‘ Annunciata auf dem Monte Orfano nahe Brescia. In der Jugendherberge von Bergamo teile ich das Zimmer mit zwei schwedischen Olivenpflückerinnen, einem ortsansässigen Mann welcher für eine Woche von seinem zuhause verbannt wurde, einem brasilianischen Geigenspieler und Opernsänger, einem Spanier auf der Heimreise und der australischen Frauenhallenfussballteam. …Und, ich geniesse den italienischen Kaffee zubereitet auf meiner vietnamesischen Kaffeemaschine.

Hafen in Fano
Hafen in Fano
Ravenna
Ravenna
verlassendes Haus
verlassenes Haus
als Gast im Mittelpunkt im Convento dell Annunci
als Gast im Mittelpunkt im Convento dell Annunci
Morgenstimmung nahe Mantova
Morgenstimmung nahe Mantova
Como
Como
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