Griechenland

Die Kilometer rollen nur so. Mit viel Seiten- und Rückenwind habe ich die Türkei verlassen und fahre Richtung Westgriechenland. Meine momentane Reise ist eine fortlaufende Improvisation, so kaufe ich mir fortwährend Kartenmaterial, um ohne Umwege die Nebenstrassen zu finden. Ohne Ettappenziele fahre ich einfach los, lasse mich überraschen, wo ich Essen -oder die Nacht verbringen werde. Ich stoppe wenn ich müde bin oder wenn ich einen schönen Platz zum Schlafen finde. So kann es gut sein, dass ich das Zelt für eine Nacht in einem Eichenwäldchen aufschlage, wo mich dann am Morgen eine vorbeiziehende Schafsherde weckt. Oder ich fahre zufällig an einem Thermalbad vorbei, wo ich nebst einem Zimmer auch ein entspannendes Bad für die müden Muskeln finde. Diese spontane Reiseart tönt spannend, ist für mich jedoch nicht nur einfach, mache ich mir doch gerne Ziele und Pläne. Ich bin mir sicher, dass ich ohne Reiseführer auch ganz viel verpasse, doch wie man ja so schön sagt, der Weg ist das Ziel…
Nun ja, einen Rückreiseplan in die Schweiz habe ich ja schon, will ich doch an der Westküste Griechenlands ein Fährschiff nach Italien besteigen, um dann vom Süden Italien zurück in die Schweiz zu rollen. Je nach Wetter werde ich dafür eine längere (mit dem Rad) oder kürzere (mit dem Zug oder dem Bus) Zeit benötigen.

Dieses langsame Ankommen zuhause ist sehr gut gewählt, so habe ich mich schon wieder an Europa gewöhnt, an die Preise, an die Landschaften, an die Kulturen, an die Strassen. Fahre bei angenehmen Temperaturen um die zwanzig Grad, bis jetzt regenfrei. Vieles erinnert mich hier an den Herbst, Olivenhaine und Baumwollfelder werden abgeerntet, das Laub der Bäume und Sträucher verfärbt sich, Maroniverkäufer bieten heisse Marronis an.
Eine grosse Vorfreude hab ich in mir – ich freue mich auf das Wiedersehen all meiner Freunde und Familie! Seit herzlich gegrüsst!

Schotterstrasse durch Olivenhaine der Kueste entlang
Schotterstrasse durch Olivenhaine der Küste entlang Pilger Jan auf dem Weg nach Jerusalem
der Baeckersjunge ist ein Fussballfan
der Bäckersjunge ist ein Fussballfan
Pilger Jan (links) auf dem Weg nach Jerusalem
Pilger Jan (links) auf dem Weg nach Jerusalem
Prozession in Thessaloniki
Prozession in Thessaloniki
Meteorakloster in Kalambaka
Meteorakloster in Kalambaka
Mariabildnis am Wegesrand
Mariabildnis am Wegesrand
Schlafen im Wald
Schlafen im Wald
Ferryview Igoumenitsa - Ancona
Ferryview Igoumenitsa - Ancona
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in einem Flug nach Istanbul

Zurueck in Europa!

Da ich die Geduld verlor, weiter auf das Iranvisum zu warten, kaufte ich in Karachi ein Flugticket nach Istanbul. Mit diesem Flug bin ich in eine neue und auch altbekannte Welt geflogen: Istanbul begruesst mich mit angenehmen Temperaturen um die zwanzig Grad, mit einem strahlendblauen Marmarameer mit unzaehligen Schiffen, mit westlich leicht gekleideten Menschen und mit Feinasphaltstrassenbelaege und kaum hoerbaren Autos! Die Moscheen und Bazzars erinnern mich noch an Pakistan, doch in ihrer aufgerauemten, geordneten und herausgeputzten Art wirken sie irgendwie auch fremd auf mich. Ich geniesse die Ahnnemlichkeiten von Europa und traure um das Chaos von Asien. Muss mich wieder an die europaeischen Preise gewoehnen, werde komisch angeschaut, wenn ich ueberall um den Preis feilschen will. Hier nun kann ich laengst faellige Kleinreparaturen am Fahrrad taetigen, Proviant fuer die Weitereise nach Griechenland einkaufen und mit den Touristen deutsch sprechen. Merke, dass mir ein paar Woerter nur in Englisch praesent sind und dass mir die deutsche Sprache fremd vorkommt. Ich brauche wohl ein paar Tage, um auch mit dem Geist anzukommen und wenn das Heimweh allzustark werden sollte, kann ich ja mit dem Faehrschiff ueber den Bosporus rueber nach Asien fahren!

„Hos Geldiniz“ and „Salam aleiku“

das gastfreundliche Pakistan

„Was kommt dir in den Sinn, wenn du an Pakistan denkst?“ Diese Frage soll ich zuhause stellen, denn viele Pakistani glauben, dass sie von der Aussenwelt als Terroristen gesehen werden.
Im Gegensatz zu diesem Fremdbild erlebe ich die Pakistani unglaublich gastfreundlich. Es vergeht kein Halbtag, wo ich nicht zu Getraenken, zum Essen oder zu einer Uebernachtung eingeladen werde. Und da ich eine Essenseinladung ablehnte, steckte der Mann mir 200 Rupis (3 CHF) zu, ein groser Geldbetrag, wenn ein Gaertner monatlich 5000 Rupis verdient! Die Menschen zeigen sich interessiert, Fragen nach Namen und Wohnland, Gespraeche handeln ueber Glauben und Religion, den Familinenstatus, obengenanntem Fremdbild und den Auflagen, um ein Schweizervisum zu bekommen.
Seit ich Lahore verlassen habe, verbringe ich viel Zeit mit mich Vorstellen, mit kurzen und laengeren Dialogen und mit Einladungen an- und ablehnen.
Hier im Punjab ist es unglaublich heiss, ich schaetzte die Tagestemperaturen ueber 35 Grad Celsius. Radle frueh los, um die ersten Kilometer in der morgentlichen Kuehle fahren zu koennen. Zum Teil schlafe ich in Hotels, in privaten Wohnungen oder, in Kabirwala vorgekommen, auf der Polizeistation! In dieser Ortschaft wurde mir aufgrund fehlender Hotels geraten, bei der Polizei um Asyl zu fragen. „Kein Problem!“ schnell war ein Raum freigemacht und ein Schnurbett aufgestellt worden – eine Nacht an einem sicheren Ort. Zum ‚Dank‘ bekam ich tags darauf eine persoenliche Polizeieskorte, welche mich die ganze Strecke nach Multan begleitet hat! ‚Warum eine Polizeieskorte?“ „Only for road security“ war die Antwort. Heute Morgen habe ich mich leise und still auf den Weg gemacht, finde ich doch ein hupendes Begleitfahrzueg (Polizeiauto) mit bewaffneten Polizisten nicht gerade eine unauffaellige Begleitung.

Ladakh, Zanskar im Norden von Indien (September 2008)

Richtung DarchaFahrt Richtung Darcha

Nachtlager hinter Rothang Lamein Nachlager halb windgeschützt hinter Rothang La

Familie von Mr. Gesersing in Darcha Familie von Horseman Gesersing

redy for packBike redy for horse ride

Aufsteig zum Shingo Laauf, auf Richtung Shingo La

Horseman Mr. Gesersing Horseman and good man Gesersing

das verlorene Hufeisen anbringen das abgefallene Hufeisen wird vor Ort neu fixiert

Shingo La  Shingo La

Shingo La 5094m.ü.m. Shingo La

Richtung Kargyak  Schuhe ausziehen – Schuhe bleiben trocken

Kinder in Kargyak Kargyak

KargyakKargyak

Wohnung in Kargyaktypische Wohnung in Kargyak

Gerstenernte in KargyakGerstenernte in Kargyak

Gompa in Kargyak‚mein‘ Gompa in Kargyak

Gumburanjon ein zweites Matterhorn? Mt. Gumburanjon

Unterwegs nach Kuru Horseman Tuschi

Möche im Kloster PuktalMönche im Kloster Puktal

Karsha River nahe Karsha

Karsha Karsha

Zaskartal Zaskartal

Ernte in Parkaschik muslimische Bauern in Parkaschik

als Gast bei einer Familie in Rangdum Schakr mein Nachtlager bei einer Familie in  Rangdum Schakr

Strassenbauer am Zoji La Strassenarbeiter am Zoji La

Abfahrt nach Sonamarg Abfahrt Richtung Sonamarg