Kathmandu – Delhi / 6100km

Die Strasse führt auf und ab entlang von Flusstälern und nebelverhangenen Bergen westwärts Richtung Pokhara. Der Monsun hat den Himalaya erreicht und es vergeht kein Tag oder Nacht ohne Regenschauern. Meine Schuhe sind immer nass oder auf dem Weg trocken zu werden. Ein paar Kilometer vor Pokhara zeigen sich dann für einen kurzen Moment Teile des imposanten Annapurnamassivs, bevor diese wieder von grossen Wolken verhüllt werden. Beeindruckt halte ich inne und staune – Nepal muss ein wunderbares Trekkingland sein!
Ausserhalb den Touristenzentren von Kathmandu und Pokhara sehe ich Nepal von einer materiell armen Seite. Strassenbelagsdefekte werden mit Teer zugegossen, welcher in Fässern vor Ort auf grossen Feuer erhitzt wird, Kinder in Kleidern, welche schon unzählig mal zusammengenäht worden sind. Fast kein motorisierter Strassenverkehr. Menschen, welche kilometerlang zur Arbeit wandern. Einfachste Häuser, tägliche Stromunterbrüche wenn überhaupt vorhanden.
Mit dem Monsunstart herrscht auch Grossbetrieb auf den Feldern. Männer treiben Wasserbüffel an, welche Holzpflüge durch die Erde ziehen. Frauen und Mädchen setzen Reisstauden in die wassergefuülten Reisterassen, tragen Brennholz nach Hause, begleiten Ziegen und Ochsen zu den Weideplätzen. Herzlich wird mir entlang dieser Welten immer wieder ein ‚Namaste‘ zugerufen, man unterbricht für kurze Zeit die Arbeit und schaut mir diesem Ausländer auf seinem Fahrrad nach.
In den Ortschaften sehe ich auch viel Abfall und Dreck, alles wird vor die Tür oder neben die Strasse geworfen, gleich daneben dann tiefe Ziehbrunnen, aus welchem das Wasser getrunken wird. Auf der Fahrt durch das Terrai (Flachland von Nepal) übernachte ich teilweise ganz einfach, auf zu kurzen schnurbespannten Betten im Rauch des Feuers im Eingangbereich. Die Essensauswahl ist stark geschrumpft; Samosa , Chapati, Dal Bhat und Chaitee sind meine Hauptspeisen bzw. -getränk. Nach 2 1/2 Wochen verlasse ich Nepal mit all seinen freundlichen Menschen über den westlich gelegenen Grenzübergang Mahedranagar nach Indien.

Meine ersten Eindrücke von Indien: Viel motorisierter Strassenverkehr, viel Gehupe, wenig Strassenregeln und als Fahrradfahrer am unteren Ende der Strassenvortrittshirarchie. ‚Gib acht und fahr vorsichtig in Indien!‚ diese Empfehlung von Indienradlern habe ich mir fest zu Herzen genommen.  Mit meiner defensiven Fahrweise erreiche ich problemlos, vielleicht mit einem leichten Hörschaden vom vielen Gehupe, die Hauptstadt Delhi. Ohne Stadtplan finde ich erstaunlich einfach das anvisierte Hotel nahe dem New Delhi Eisenbahnbahnhof. Hier in Delhi angekommen werde ich nun zur Ruhe kommen, schauen, dass ich wieder fit werde und verlorende Kilos anfüttern kann. Es gilt dann einen Entscheid für die Weiterreise zu treffen.

Blick auf das Annapurnamassiv vor Pokhara/Nepal
Schulbus im Terrai
mit Damian Antonio im Terrai (Flachland von Nepal) unterwegs
Dal Bhat und ich
Kopfsteinpflasterstrassen in Tansen/Nepal
Strassenheiler in Mugling/Nepal
Umgebung von Tansen/Nepal
Strasse zwischen Waling und Tansen in Nepal
Bergstrasse zwischen Waling und Tansen in Nepal
Erdrutsch nach Monsunregen im Terrai/Nepal
Chaiteepause in lokalem Restaurant im Terrai/Nepal
Haus im Terrai/Nepal
mehr Hirten und Tiere als Autos auf den Strassen im Terrai/Nepal
Monsunzeit ist auch Reispflanzzeit
badende Kinder im Terrai/Nepal
Spital in Kohalpur/Nepal
Portraits in Chanauta/Nepal
jedes Land hat seine eigene Schuluniform. Schueler im Terrai/Nepal
Kinder am Wegesrand im Terrai/Nepal
Blick zur Toilette hinter dem 'Hotel' in Chisapani/Nepal
Bettelkinder in Gajraula/Indien
wenn ich stoppe, werde ich zum Blickfang Kichha/Indien
Main Bazar in New Delhi/Indien
die heiligen Kuehe von Indien (Main Bazar in New Delhi/Indien)

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1 Kommentar zu „Kathmandu – Delhi / 6100km“

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