über Kambotscha nach Saigon in Vietnam / 4080 km

… und plötzlich geht alles sehr schnell. Nach entspannenden Tagen auf der Insel Don Det verlasse ich Laos über den südlichen Grenzübergang Veum Kham nach Kambotscha. Die Grenzbeamten verlangen eine inoffizielle Stempelgebühr. Als ich höflich nach einer Quittung fragte, ‚bastelt‘ mir der laotische Grenzbeamte aus alten farbigen Papierchen auch liebevoll eine zusammen- und ich finde, seine Arbeit ist den Dollar wert…

Viertausend Insel / Don Det ? Suedlaos Ferienstimmung auf Don Det / Suedlaos Mekong Wasserfall Khone Phaheng / Suedlaos Nakasang / Suedlaos

Hier im Norden von Kambotscha finde ich die für Laos angekündigten menschleeren Strassen und Gegenden. Während den ersten hundert Kilometer sehe ich drei Autos und fünf Motorräder. Die Dörfer sind kleinste Holzhaussiedlungen. Kambotscha erscheint mir ärmer als Laos. Die Landschaft zwischen Veum Kham und Snuol bietet wenig Überraschungen, die geteerte Strasse fÜhrt durch eine leicht wellige Landschaft mit Baum- und Strauchbeständen. Auf der Suche nach Abwechslung beginne ich die Mittelliniemarkierungen zu zählen: pro Kilometer sind es genau hundert Markierungen- exakte Arbeit.

Ich kann problemlos mit baren US-Dollern bezahlen. 1 USD enspricht 4000 kambotschanischen Riels. So kostet mich die erste Übernachtung 3 USD (ein fensterloses Zimmer mit Kaltwasserdusche und Ventilator), ein frisch gepresster Zuckerrohrsaft 500 Riel und ein Kilogramm Mangos 3000 Riel.

Ich liebe das Marktleben (ein Novum für mich). Nebst haufenweisem Abfall und den unterschiedlichsten Düften kann man alles finden. Die Märkte sind gut organisiert. Meistens in Nähe vom Busbahnhof gelegen, mit einem bewachten Motorrad und Fahrradparking. In einem Sektor bieten Frauen und Kinder Gemüse und Obst – oder an den Beinen zusammengebundene Hühner und Spezialitäten wie gegrillte Käfer an. Daneben findet sich der Fleisch- und Fischmarktsektor, aufgehängt und aufgereit die geschlachtete Sau und die von Kopf bis Schwanz zerlegte Kuh, zappelnde Fische und strampelnde Frösche in wassergefüllten Eimern und Kübeln. Im nächsten Sektor eng gestapelt alltägliche Haushaltswaren wie Reis, Tabak, Waschpulver, Stoffe, aus Lebensmitteldosen zusammengebaute Kuhglocken, Kleider und Schuhe. Die Apotheke ist auch hier, die Medikamente kosten einen Bruchteil der Schweizerpreise, Goldhändler bieten in Glasvitrinen Goldschmuck und Uhren an, im Hintergrund trönt aus dem Musikladen Thai-Pop ab kopierten CD-Roms. Gegen den Hunger kann man in Restaurants mit seinen tiefen Plastikhockern nahe dem Boden Nudelsuppen und Eiskaffee schlüfen und das Markttreiben beobachten. Ich staune lachend über das vorhandene Angebot, die Verkäuferinnen tuscheln lachend ueber mich.

Proteinkaefer suesser Reiskuchen

Kratie, die kleine Provinzhauptstadt am Mekong präsentiert sich dank dem Wasser sehr grün. Palmen säumen die Strassen, goldene Wats glänzen in der Sonne, an der Uferpromenade bieten Strassenhändler kleinen Leckereien an. Das dreitägige kambotschanische Neujahrsfest hat begonnen. Die Leute sind am Reisen, besuchen ihre Familien, viele Geschäfte sind geschlossen und die Zimmerpreise sind angestiegen. Ich geniesse hier einen sogenannten ‚Relaxtag‘, d.h. ich verbringe den Tag damit, mich möglichst wenig zu bewegen und möglichst viel zu Essen. Diese Tage geben meinen Beinmuskeln die ersehnte Entspannung und nötige Energie zurück.
So verhalte ich mich ganz gegensätzlich zu den ‚klassisch‘ Rucksackturisten. Während ich faul umherliege, suchen diese nach langen Busfahrten die Bewegung und klappern die im Reiseführer angepriesenen Sehenswürdigkeiten ab. Während ich dann von Ortschaft zu Ortschaft rolle und dabei die Strassenrandsehenswürdigkeiten erlebe, planen diese ihre nächste lange Busfahrt in die nächste grosse Stadt.

Eis zu Verkaufen

Nun, auch ich werde bald ‚Ferien‘ haben. In Saigon will ich das Rad für vier Wochen beiseite stellen und mich wie ein klassischer Traveller von Stadt zu Stadt, von Sehenwürdigkeit zu Sehenswürdigkeit bewegen. So suche ich auf der Karte die kürzeste Strecke nach Hoh Chi Minh City. Gemäss dieser gibt es einen Grenzübergang von Snoul (Kambotscha) nach Loc Ninh (Vietnam). Wenn ich diesen Grenzposten passieren kann, erspare ich mir einen (Um-)weg von ein paar hundert Kilometern. Eine Staubpiste führt mich über zwanzig Kilometer zur Grenze und – die Grenzbeamten lassen mich problemlos Aus- und Einreisen. Diesen Grenzort passieren wohl nur wenig Ausländer, denn die Seiten in meinem Pass werden ausgiebig und interessiert studiert und Minuten später werde dann gefragt, aus welchem Land ich den komme…
Die Strasse auf vietnamesischer Seite sind geteert und Gummibauplantagen säumen den Weg, die vielen Häuser aus Stein gebaut und die Kinder rufen mir nicht mehr nonstop ‚hello‘ und ‚bye bye‘ zu. Die Menschen beobachten mich mit einem Lächeln im Gesicht und bei einem kurzen Halt am Wegesrand will mir ein Vietnamese seine sieben Kilogramm schweren Bienenhonigwaben verkaufen.
In An Loc läd mich ein vietnamesischer Hotelgast spontan zum Kaffee ein und Phu, die von der Hotelmanagerin herbeigerufene Englischlehrerin erklärt mir, dass nur selten Ausländer in diese Ortschaft kommen. Phu fährt mich mit ihrem Motrorrad umher und läd mich und ihre Studenten zu einem Abendessen ein, mit der Absicht, dass ihre Studenten ihre Englischsprechkompetenz verbessern können. So fahren wir fünfzehn Nasen mit Motorrädern zu einem kleinen Restaurant und essen ausgezeichnete Gemüserollen. Sobald mir etwas im Teller fehlt oder ich mich mit den Essstaebchen ungeschick zeige, helfen mir die nächssitzenden Studierenden spontan und aufmerksam. Mit der Zeit verlieren sie ihre Scheu und wir kommen in kleine, interessante Gespräche. Zum Dessert rattern wir weiter in die lokale Eisdiele, in welcher wir die Spezialitaet des Hauses, Vanielleeis mit Klebreis und süsser Kodensmilch, geniessen. Phu liebt ihre Lehrerarbeit und sie sagt mir, dass sie von ihren Studenten geehrt und respektiert wird. Diese Erfahrung ist typisch für meine Radreise; ich fahre in eine Stadt oder Ortschaft, welche in keinem Reisefuehrer zu finden ist, und werde dort mit Interesse, Herzlichkeit und Freundlichkeit überschüttet!

Die Schotterstrasse von Snuol / Kambotscha zur Grenze nach Vietnam Phu\'s Englischklasse An Loc / Suedvietnam

Noch ein zweites Beispiel vietnamesischer Hilfsbereitschaft: Auf der letzten Ettappe nach Saigon werde ich von einem Gewitter überrascht. Ich suche Schutz unter einem kleinen Dach neben anderen Leuten. Dort spricht mich ein vietnamesischer Geschichtslehrer an und wir kommen wähernd der Gewitterzeit ins Gespräch. Als ich mich bei Regenende verabschieden will, bietet mir Ptrung an, mir den Weg in den Distrikt 7 in Saigon zu weisen. So fährt Ptrung mit seinem Motorrad die 35 Kilometer vor und neben mir durch die groesste Stadt Vietnams zum vereinbarten Punkt!

Rushhour in HCMC / Suedvietnam Mangosteen Verkaueferin HCMC / Suedvietnam

Hier, nach gut 4000 Fahrradkilometern, werde ich den zweiten Teil meiner Reise starten. Freue mich auf die radfreie ‚Rucksack-umher-Reise‘ mit Anna.

via Cambodia to Saigon (by babelfish)

… and everything suddenly goes very fast. After relaxing days on the island Don Det I leave Laos over the south border crossing Veum Kham to Cambodia.

Here in the north of Cambodia I find human being-empty roads and areas. During first hundred kilometers I see three cars and five motorcycles. The villages is smallest timber building settlements. Cambodia appears to me more porer than Laos. The landscape between Veum Kham and Snuol offers few surprises. The road goes by an easily wavy landscape with trees and bushs.
I can problem-free pay with cash Us dollars. 1 USD is equivalent to 4000 Cambodia Riel. The first overnight accomodation cost me 3 USD (room with chilled water shower and fan), a freshpressed sugar tubing saft 500 – a kilogram of Mangos costs 3000 Riel.
I love the market life (a new fact for me). Together with heap-wise waste and the most different smells one can find everything. The markets are well organized. Mostly convenient in proximity of the bus station, with a guarded motorcycle and bicycle parking. In a sector women and children sells chickens,  vegetables, fruit and specialty like grilled beetles. Besides the meat and fish market you can find a sector stacked with everyday housewares such as rice, tobacco, washing powder, materials, from food doses assembled cow bells, dresses and shoes. The pharmacy is, the medicines also here costs a fraction of the Swiss prices, goldsellers offers in glass showcases gold decoration and clocks, in the background soundsfrom the music shop Thai Pop starting from copied CD-ROM. Against hunger one can eaten in restaurants with its deep plastic stools near the ground noodle soups and ice coffee and observe the market driving. I am astonished laughing over the existing offer, the sales waching laughing over me.

Kratie, the small province capital at the Mekong presents itself owing to the water very green. Palms biside the roads, golden Wats shine in the sun, at the bank promenade offer to street trader their small sweets. The three-day-long Cambodia New Year’s celebrations began. The people are at the travel, visit their families, many business are closed and the room prices rose. I enjoy here a ‚ relaxday‘ , i.e. I spend the day with inducing me if possible little and as much as possible to meals. These days return relaxation and energy to my leg muscles. Thus I behave completely oppositely to the ‚ classic‘ backpack turist. While I around-lie after a arduous trip, these look for the movement after long bus travels and visit the objects of interest found in the travel guide book. While I roll then from locality to locality and the roadside objects of interest experience, these plan their next long bus travel into the next large city.
Now, also I become soon ‚ holidays‘ have. In Saigon I want to place the wheel for four weeks aside and to induce me like a classical traveller from city to city, from sightseeing to sightseeing. I make problem-free border crossing from Snoul (Cambodia) to Loc Ninh (Viet Nam).  The Vietnam road  are  in good conditions. The many houses are built from stone and the children call me no longer nonstop ‚ Hello‘ and ‚ Bye bye‘ . Humans observe me with a smile and with a short stop at the edge of way want to me a Vietnamese its seven kilograms heavy bee honey honeycombs to sell.
In An Loc invites me persons spontaneously to coffee and Phu, a english teacher explains to me that foreigners come only rarely into this city. Phu drives me around with heir motorcycle and invites me and their students to a dinner, with the intention that its students can improve their English speech authority. We 15 noses drive with motorcycles to a small restaurant and eat excellent spring rolls. As soon as something is missing in my plate the close-sitting studying help me spontaneously and attentively. With the time they lose their shyness and we come into small, interesting discussions. To the dessert we goes into a local ice-cream parlor, in which we enjoy the speciality of the house, vanielle eiscrem with sticky rice and sweet milk. Phu loves their teacher work and it says to me that she is honoured and respected by her students. This experience is typical for my wheel journey; I drive into a city or a locality, which is to be found in no travel guide, and become there with interest, cordialness and friendliness!
Now, just arrived in Saigon, after 4000 kilometer cycling, I will have 4 weeks holidays . I’m waiting for my friend from Switzerland to travel arround without bycicle.
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Pakxe, unterwegs in Suedlaos / 3483km

Mit Vientiane habe ich definitiv die südlichen Himalayaausläufer verlassen. Bin mit Leslie and Chris, einem Paar aus Amerika, unterwegs. Unglücklicherweise bricht Chris Felge unterwegs entzwei und die zwei beschliessen, ihre Reise vorzeitig zu beenden. Hoffentlich hält meine Felge die nächsten paar tausend Kilometer, habe ich doch die gleiche Felgenmarke wie Chris am Rad…

Zentral- und Südlaos erlebe ich in seiner heissesten Sommerzeit. Tagsüber steigt das Thermometer schnell auf 30 bis 35 Grad an, an der Sonne habe ich schon am Mittag das Gefühl, leicht gekocht zu sein. Was für ein Gegensatz zum Wintereinbruch in Südchina! So starte ich die Tagesettappen morgens um sechs Uhr. Um diese Zeit ist es schon hell, auf den lokalen Marktständen wird Foe (Nudelsuppe) serviert und die Vögel zwitschern in ihren besten Tönen. In diesen frühen Morgenstunden fliegen die ersten Kilometer nur so. Lichte Baum- und Strauchbestände, trockene und grün leuchtende Reisfelder, Tabakplantagen kann ich am Wegrand entdecken. Die Strasse ist weiterhin in einem idealen Zustand, geteert und ohne nennenswerte Schlaglöcher… diese finde ich dann bei einem Abstecher ins östliche Lak Sao. Nach Lak Sao radle ich 80 Kilometer offroad auf roter Staubpiste. In diesem Waldgebiet realisiert die Regierung ein grosses Stauseeprojekt (Neun Damm II) mit all seinen Folgeerscheinungen: Unter dem zukünftigen Wasserspiegel liegene Dörfer werden umgesiedelt, Bäume rund um die Uhr gefällt und abtransportiert, eine neue Strasse quer durch das Naturschutzgebiet gelegt. Thailländische ‚Animal Rescue Teams‘ warten in Nakai darauf, die vom Wasser fliehende Tiere (inkl. Bären und Tiger) retten- und in höhere Gebiete transportieren zu können. In zwei Wochen werden die Schleusen  geschlossen, das ganze Tal geflutet und in zwei Jahren wird Laos elektrischen Strom nach Thailand exportieren können…

Zurück auf der flachen Hauptstrasse 13 geht die Reise weiter südwärts Richtung Kambotscha. Abwechslung bietet das Windschattenfahren hinter einachsigen ‚Rapid‘- Traktoren, welche meiner Reise eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit ermöglichen. Und, seit Savannakhet begleitet mich Maartin auf seinem in Chang Mai / Thailand gekauften Fahrrad. Er war das Warten auf seine Freundin satt und hofft hier in Pakse, dass er weitere Plaene mit ihr schmieden kann…

On the way in south Laos (babel fish)

With Vientiane I leave the mountains sceneries. Together with Leslie and Chris I drive further southward. Unfortunately Chris rim breaks on the way and the two decides to terminate their journey prematurely. Hopefully my rim will be okay for the next few thousand kilometers, because I have the same rim mark as Chris at the wheel…

In central and south Laos is it very hot. During the day the thermometer rises to 30 to 35 degrees, I has the feeling to be cook. I start cycling in the early morning at six o’clock. Over this time is already bright and still it cool. The first first kilometers only in such a way fly. The country is flat. I can discover trees and bush, dry rice fields and tobacco plantations at the way. The road is further in an ideal condition.The first 80 kilometers offroad I find between Lak Sao and Nakai. In this area the government realizes a large artificial lake project (neun dam II) with all its results: Under the future water level villages is resettled, all trees into the future lake are removed, straight through the protected area put a new road. A ‚ Animal Rescue Teams‘ wait in Nakai for it to be able to transfer the animals fleeing from the water (inclusive bears and tigers) rescue and into higher areas. In two weeks they close the dam the first time and thei will export the electric power to Thailand…

Back on the flat main street 13 the journey of far souths direction Cambodia goes. Alternation offers the lee driving behind one axle tractors, which make a higher average speed for my journey possible. And, since Savannakhet Maartin accompanies me on its in Chang May/Thailand bought bicycle.